HSV Hannover gg. TSV Burgdorf II 25:27 (2019_03_16/ DHB 3. Liga-Nord)

Was war denn da mit dem HSV los? In der 1. Hz zeigte das Team von Trainer Lux eine ganz souveräne Vorstellung, ließ die TSV Burgdorf überhaupt nicht zur Entfaltung kommen und hatte zudem in Torwart Jonas Lange einen sicheren Rückhalt. Von Beginn an in Führung liegend bauten Milan Mazic (7) und Co. ihren Vorsprung zeitweise auf sechs Tore aus. Burgdorf wirkte verunsichert, energielos und musste mit einem 16:11 Rückstand in die Halbzeit gehen. Weder die Zuschauer und wahrscheinlich auch viele HSV-Spieler gaben der TSV an diesem Abend eine Siegchance. Es sollte aber anders kommen. Die Jungrecken starteten furios in den zweiten Spielabschnitt und nach 35 Minuten waren es beim 17:15 nur noch zwei Tore Rückstand. Heidmar Felixson und Torge Johannsen hatten ihr Team in der Halbzeitpause neu justiert und motiviert. Die schnellen Treffer zeigten die gewünschte Wirkung. Der HSV kam nun mit der kompromisslosen Defensivarbeit, insbesondere gegen HSV-Lebensversicherung Milan Mazic, und dem ruhigen Aufbauspiel der Gäste kaum noch klar, mussten des Öfteren über die Zeitspielregel Abschlüsse suchen, die Burgdorfs Keeper Jonas Wilde mehrfach halten und sogar zu einem eigenen Treffer nutzen konnte. In der 45. Minute war es dann soweit. Die TSV erzielte durch Bastian Weiß (3) den 20:20 Ausgleich. Der HSV zeigte zwar Kampfmoral, aber es hatte den Anschein, dass die Gäste in der besseren physischen Verfassung waren. Joel Wolf, mit einem Doppelspielrecht für die Burgdorfer Bundesliga -A-Jugend versehen, konnte für den HSV in der 48. Minute nochmals eine 23:22 Führung herauswerfen, aber es sollte das letzte Aufbäumen gewesen sein. Burgdorf spielte nun fast wie aus einem Guss und konnte dem großen Kampf der Gastgeber spielerische Klasse entgegensetzen, die letztendlich den Ausschlag gab. Dem insgesamt überragenden Jannes Krone (7) blieb es vorbehalten mit einer feinen Einzelaktion den 27. TSV-Treffer zum Derbysieg zu erzielen. Der HSV war sichtlich enttäuscht eine 6-Tore-Führung vor ausverkauftem Haus noch aus der Hand gegeben zu haben.