Recken gg. SC Magdeburg 26:31 (DKB HBL)

Die Recken versäumten es sich für die tolle erste Halbzeit zu belohnen, in der sie dem Favoriten aus Magdeburg in Nichts nachstanden. Zwar liefen die Schützlinge von Carlos Ortega meistens einem Rückstand hinterher, der aber aber war nie deutlich. Im Vorbeigehen waren diese Recken also nicht zu schlagen. Magdeburg musste mehr investieren als geplant und ging mit einer wenig beruhigenden 15:12-Führung in die Halbzeit. Das Reckenspiel war bis zu diesem Zeitpunkt körperlich allerdings aufwändiger, was auch dazu führte, dass technische Fehler die Magdeburger immer wieder in Ballbesitz brachte und einfache Tore ermöglichte. Der zweite Spielabschnitt begann für die Hausherren katastrophal. Viele Ballverluste, Fehlwürfe oder Paraden des guten SCM-Keepers Yannick Green führten zu einem 8-Tore-Rückstand. Zwanzig Minuten lang kamen die Recken überhaupt nicht in die Begegnung und es bahnte sich ein Desaster an . Aber Morten Olsen und Co. fingen sich und starteten eine Aufholjagd, bei der sich insbesondere Timo Kastening mit sehenswertem Einsatz und Torerfolgen (8) auszeichnete. Inzwischen wirkte auch der junge Hannes Feise auf der Rückraum Linken Position mit und zeigte sich am Ende für 3 tolle Tore verantwortlich. Als Magdeburgs Vorsprung auf 3 Tore geschmolzen war nahm Trainer Bennet Wiegert eine Auszeit, die sich positiv auswirken sollte. Der SCM stabilisierte sich wieder, den Recken wurde der Flow genommen und am Ende war der verdiente Sieg der Gäste nie in Gefahr. Magdeburg verfügt über ein klasse Team und konnte es sich sogar leisten Spieler wie Michael Damgaard, der im Pokal-Final-Four den Recken noch 16 Tore eingeschenkt hatte, Robert Weber oder auch Keeper Dario Quenstedt kaum oder garnicht einzusetzen. Hannover-Burgdorf hingegen kämpft schon die ganze Saison mit Verletzungspech und so ist es kaum verwunderlich, dass die Dauerspieler Fabian Böhm, Evgeni Pevnov, Kai Häfner oder auch Morton Olson ausgelaugt wirkten. Wie dem auch sei, mit dem Abstieg haben die Recken nichts zu tun und können sich in den verbleibenden Spielen der Integration ihrer Nachwuchsasse widmen. Und die Jungs machen richtig Spaß.