TSV Hannover-Burgdorf gg. TBV Lemgo 27:27 (DKBHBL)

Vor dem Spiel musste der Fachmann und ehemalige Bundestrainer und Weltmeister Heiner Brand dem Fernsehsender Sky Sport Rede und Antwort stehen und er machte das gewohnt souverän. Große Freude auch beim Reckenteam, denn der ehemalige Kreisspieler Joakim Hykkerud (2012-2017) war aus seiner norwegischen Heimat zu Besuch in der TUI-Arena. Er genießt nach wie vor viel Beachtung und wird den Fans mit seinem äußerst angenehmen Wesen immer in guter Erinnerung bleiben.

Nachdem aufgrund technischer Fehler oder ungenauer Würfe nach neun Minuten immer noch ein 1:1 auf dem Anzeigenwürfel leuchtete, dachten sich die Zuschauer, dass es zu Halbzeit möglicherweise nur 5:4 oder umgekehrt stehen würde. Aber beide Teams besannen sich eines Besseren und begannen das Tornetz zu beanspruchen. Dabei zeigte sich der TBV effektiver, hatte zwar nicht mehr Chancen, verwandelte diese aber aufgrund einer nicht gut abgestimmten Reckenabwehr zu seinen Gunsten. Die Recken erlaubten es sich einige 7m und freie Würfe gegen einen in Halbzeit Eins starken Torwart Peter Johannesson nicht zu verwandeln, während Lemgo insbesondere mit Dani Baijens (8) sicherer agierte und sich peu à peu absetzen konnte. Die Recken kämpften aber weiter und schlossen zum Gast auf. Dennoch wurden die Seiten bei einem knappen Rückstand gewechselt.

In der Pause konnte sich der 2-fache toughest FireFighter alive Weltmeister (TFA) Joachim Posanz von der Berufsfeuerwehr Göttingen sich, seinen Job und sein Buch ‘fit for cross’ vorstellen. Schaut mal auf seine Website www.tfa-cross.de .

Der zweite Spielabschnitt gestaltete sich dann weitestgehend auf Augenhöhe. Burgdorfs Abwehr bekam allerdings einen besseren Zugriff auf die Lemgoer Angreifer und eroberte sich einige Bälle. Nun kam auch in der TUI-Arena spürbar mehr Stimmung auf, die sich positiv auf das Spiel der Recken auswirkte. Lemgo zeigte sich anfällig, musste das Unentschieden und plötzlich auch einen 3-Tor-Rückstand hinnehmen. Aber wie so oft in dieser Saison konnte das Heimteam sich nicht stabilisieren, vergab durch unnötige Fehlpässe den Vorsprung und musste seinerseits einem erneuten Rückstand hinterherlaufen. Gut, das Torwart Urban Lesjak gute Reflexe zeigte und wenige Sekunden vor war es dann Publikumsliebling Timo Kastening vorbehalten nach einer Balleroberung der Defensive den Tempogegenstoß zum 27:27 zu verwerten. Situationsbedingt war es sicherlich ein Punktgewinn, aber bei einer deutlichen Führung muss der Sack eigentlich zugemacht werden. Allen Spielern war aber auch der Substanzverlust der bisher anstrengenden Saison anzumerken, sodass als Resumee festzuhalten bleibt: ein Punkt gewonnen heißt nicht verloren 🙂