2020_11_15 Wanderung Oberharz Altenau-Wolfswarte-Altenau (Rundweg)

Das mich der Harz, in dem ich keine 7 Jahre meines bald 62jährigen Lebens verbracht habe, in seinen Bann gezogen hat, dürfte meinen ‘Freunden’ auf Facebook oder auch Instagram (Mik_Thi_Fotografie und Mik_Sport_Fotografie) inzwischen bekannt sein. Wandern lebe ich als Leidenschaft schon seit vielen Jahren aus, aber der Harz blieb davon meist verschont. Vor 5 Jahren hat sich das geändert. Und diese Änderung steht in Beziehung zu meiner weiteren Leidenschaft, der Fotografie. Es ist faszinierend Landschaften ins Bild zu setzen, auch wenn ich das lediglich als Amateur mache und noch viel dazulernen muss. Aber es macht mir großen Spaß und deswegen darf bei keiner Unternehmung die Standardausstattung eines ambitionierten Hobbyfotografen fehlen. Und der Harz bietet reichlich Möglichkeiten zur Fotografie, was mir früher nicht wirklich bewusst war.

In diesem Bericht begleiten mich meine Nikon D850, ein Manfrotto-Stativ, sowie die Nikon-Objektive 24-75, 2.8G ED und das für Landschaftsaufnahmen wunderbare Nikon 14-24, 2.8G ED. Keine leichte Ausstattung (ca. 7kg), aber meine Fitness reicht noch aus um damit Strecken bis 30 km zu bewältigen.

Mein Auto parke ich am oberen Ende des modrigen Parkplatz ‘Grabenhaus Rose’ an der B498, gleich linksseitig des südl. Ortsausgangs Altenau Rtg. B242 (Clausthal-Zellerfeld). In Verlängerung des Parkplatzes geht es  bei gutem, aber recht windigen Wanderwetter auf einem breiten Waldweg einige wenige Höhenmeter hinauf zur Skiwiese Rose, die wahrscheinlich nur noch selten als solche genutzt wird. Am Grabenhaus Rose  https://www.harztravel.de/ferienwohnungen/altenau/1023412/ferienwohnung-grabenhaus-rose.php , einem ehemaligen Versorgungshaus der ‘Oberharzer Wasserwirtschaft’ https://de.wikipedia.org/wiki/Oberharzer_Wasserregal, beginnt der Wanderweg entlang des zum Weltkulturerbe gehörenden Dammgrabens https://de.wikipedia.org/wiki/Dammgraben      https://www.harzlife.de/tip/dammgraben.html. Der Graben führt auffällig klares Wasser und der Blick auf das im Okertal liegende Altenau war auch für mich erstmalig zu genießen. Einzig ein fieser Wohnbetonklotz stört den schönen Blick auf die Bergstadt, die sich auf nur 460 üNN befindet. Ich bin kilometerlang kaum spürbare Höhenmeter vorbei am Denkmal für Wasserknechte https://www.outdooractive.com/de/poi/harz/denkmal-fuer-die-wasserknechte/17171336/ gewandert. Mit angeketteten Holztrögen habe ich die Möglichkeit wahrgenommen wie ein früherer Wasserknecht Wasser aus mehreren Metern Tiefe aus der Oker zu schöpfen, um es dann in den Graben zu schütten. Das ist unglaublich anstrengend. Nach 3 Trogladungen ziehe ich es vor meine Kräfte für Wichtigeres aufzusparen ( 🙂 ).

Über den Kunstbergplatz , den Silberbrunnen -aus dem feinstes Trinkwasser fließt- https://www.komoot.de/smarttour/831700 und dem Förster-Ludewig-Platz https://www.harzlife.de/special/foerster-ludewig-platz.html folge ich dem Dammgraben durch Fichten- und Tannenwälder. Nur wenige Hundertmeter vom vorgenannten Platz entfernt biege ich dann nach rechts bergauf in einen schmalen und sehr schönen Wanderweg, dem Magdeburger Weg, entlang des Nabentalergraben Rtg. Nabentaler Wasserfall https://www.harzlife.de/dia/nabetaler-wasserfall.html, den ich nach 1,5 km erreiche. Es fließt reichlich Wasser und so gelingen mir einige Bilder von diesem kleinen, in saftigen Grün eingebetteten, sich windendem Fall. Er endet in einem künstlichen Stau, um dann im  Nabentalergraben sanfter abwärts zu fließen. Auf dem schmalen Magdeburger Weg https://www.harzlife.de/bilder/magdeburger-weg.html, der Teil des Harzer Hexenstieg https://www.harz-wanderkarten.de/harzer-hexen-stieg.php ist, wandere ich teils steil bergauf zum Felsmassiv ‘Steile Wand’ https://www.harzlife.de/bilder/magdeburger-weg.html. Abenteuerlich ist dieser Weg, der durch naturbelassene Landschaft führt und von umgestürzten und stehenden Tothölzern als auch an diesem Tag schmierigen Steinen gepflastert ist. Trittsicherheit und gymnastische Fähigkeiten sind unbedingt erforderlich, insbesondere, wenn vorangegangene Regenfälle für große Rutschgefahr sorgen. Wer diesen einsamen Weg aber geht, wird von der typischen Harzer Waldlandschaft beeindruckt sein. Sollte eine Pause von Nöten sein, dem empfehle ich die in einem massiven Steinblockensemble eingebettete rustikale Bank . https://www.harzlife.de/bilder/gustav-krone-blick.html  Sie steht da recht urig und sturmfest. Mir war es für eine Pause allerdings zu nass und stürmisch, trotz herrlichem Wetters. Nach ein paar Fotos folge ich dem Magdeburger Weg und erreiche nach wenigen hundert Metern die Steile Wand https://de.wikipedia.org/wiki/Steile_Wand_(Berg). Wagemutig traue ich mich auf einem minimalen und steilen Wildwechsel etwas näher an die beeindruckend aufragenden und moosbehafteten  Felsen heran, um allerdings nach nur einem Foto den Ort zu verlassen. Zu viele tote Fichten und Tannen säumen das Steile Gelände, schwer einzuschätzender Untergrund machen jeden Schritt zur Konzentrationsübung und aufgrund des stürmischen Wetters fühle ich mich nicht wirklich sicher, zumal ich einsam unterwegs bin. Der Slogan #no risk no fun’ darf hier auch nicht nur ansatzweise zur Anwendung kommen. Mit einer Bein- oder Fußverletzung wäre es auf diesem Stieg sicherlich nur ein mühsames Vorankommen. Im weiteren Verlauf des Weges schweifen meine Blicke ständig zu den merklich schwachen, aber dennoch stehenden leicht schwankenden Tothölzern, die beim recht starken Wind jederzeit umzufallen drohen. Erschreckend, was der Borkenkäfer im Harz fertiggebracht hat, aber im Umkehrschluss ergibt sich der Natur die Chance,  wieder den ursprünglichen Mischwald herzustellen. Ansatzweise ist der ökologische Umbruch schon erkennbar. Birken, Buchen und Kleingehölz wurzeln fleißig zwischen jungen Nadelhölzern und in einigen Jahrzehnten wird sich kaum noch jemand an den Fichten und Tannen besiedelten Harz erinnern. Kauze sollen inzwischen die Harzregion wiederentdeckt haben. Es wäre ein Indiz dafür, dass freie Landflächen die Nahrungsangebot erhöhen.

Erleichtert erreiche ich nach einem insgesamt anstrengenden Anstieg den äußerst steinigen ‘Wolfswarter Fußweg‘ und folge diesem nach rechts, quere die L504 (auch Steile-Wand_Straße genannt), um nach weiteren  1,5 km die ‘Wolfswartehttps://www.harzlife.de/extra/wolfswarte.html, die den Gipfel -eher das Plateau- des ‘Bruchberges’ darstellt, zu besteigen. Wow-so meine erste Reaktion. Ich habe im Harz schon viele Klippen bestiegen und gesehen, aber die Wolfswarte ist etwas besonderes. Auf 927 üNN gelegen ist sie nach dem Brocken der höchste zu erwandernde Berggipfel im gesamten Harz. Heute ist die Wolfswarte stürmisch, recht kalt und wirkt durch Hochnebelfelder eindringendes Sonnenlicht mystisch angestrahlt. Diese Stimmung hätte den Künstler Caspar-David-Friedrich bestens inspiriert. Ich mache es mir im Windschatten bequem und versorge meinen hungrigen Körper. Nur wenige Meter neben mir platziert sich ein künstlerisch veranlagtes Ehepaar und beginnt das Landschaftpanorama in Prosa zu fassen. Ich verstehe davon nichts, kann es auch nicht – aber angetan war ich schon davon. Im persönlichen Gespräch stellte sich dann heraus, dass ER leidenschaftlicher Prosaist und SIE Geschichtslehrerin ist. Das passt natürlich zusammen. Toll diese Menschen getroffen zu haben, aber nun widme ich mich der abschließenden Landschaftsfotografie. Von allen Seiten habe ich versucht die Wolfswarte in Szene zu setzen, bis einem etwas besorgten Mann mein eifriges Engagement auffiel; habe ich doch seine Frau nebst Sohn fotografisch erfasst. Ein klares Datenschutzproblem,  das von beiden Parteien schnell gelöst wurde. Es war eine Gegenlichtaufnahme, auf der Silhouetten seiner Angehörigen abgebildet sind. Letztendlich habe eine Email-Adresse bekommen und sorgte für viel Freude über die zugesandten Fotos in bester Qualität. Erfolgreiche psychologische Kommunikation – wenn das mal immer so einfach wäre. Unter Wanderern scheint es zu klappen. Eigentlich war es meine Absicht auch den Sonnenuntergang abzuwarten, aber der kalte Wind hatte mir trotz warmer Kleidung arg zugesetzt und so entschließe ich mich um 14:45 Uhr den 10km langen unspektakulären Rückweg anzutreten. Das Fotoequipement verstaue ich im Rucksack, weil es das Gehen erleichtert. Beim Zurückblicken auf diese einzigartige Harzer Klippenformation bemerkte ich eine innere Zufriedenheit, auch weil meine Entscheidung zu gehen sich als richtig herausstellt. Wolken zogen auf und es ist schon fast dunkel, als ich mit schmerzenden Füssen endlich mein Auto erreiche.

Zu Hause angekommen habe ich mich dann noch der ‘Entwicklung’ meiner Fotos hingegeben. Ich habe natürlich Farbfotografien produziert, mich aber für diesen Bericht entschlossen, die Ergebnisse in schwarz-weiß zu präsentieren. Viel Spaß beim Betrachten!!

 

Storchenfotos von 2017-2020

Störche fotografiere ich leidenschaftlich gerne. Mich beeindruckt ihre Eleganz, die unglaubliche Flügelspannweite und ihr Verhalten. Seit 2017 beobachte ich sie regelmäßig, natürlich auch mit unterschiedlichen Kameras. War es anfänglich die Nikon D300, so sind es inzwischen die Nikon D500 oder Nikon D850. Viel Spaß beim Betrachten der Fotogalerie.

 

Barcelona September 2019

Es war DAS Geschenk unserer Gäste anlässlich unseres 60. Geburtstages. Eine Wunschreise ins katalanische Barcelona – dieser Stadt, die so unglaublich pulsiert, die so unglaublich viele alte und neue Bauwerke präsentiert, die Nachts so unglaublich fotogen ist und mit dem am 10.Juni 1926 verstorbenen Antonio Gaudi einen so unglaublichen Architekten verloren hat. Seine Bauwerke sind weltbekannt und wer die von ihm entworfene und eigenhändig begonnene Sagrada Familia noch nicht kennen sollte, dem kann ich nur empfehlen die €30,- Eintrittsgebühr zu entrichten und diese so unglaublich innovativ konzipierte Kirche zu besuchen, die im Jahr 2026 ihrer Vollendung entgegen sieht. Ich kann Euch nur einen kleinen Ausschnitt dieser faszinierenden Stadt zeigen. 4 Tage waren einfach zu wenig, um alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Schaut Euch einfach die Bilder an – ich habe mir die Mühe gemacht sie zu bezeichnen. Wer Näheres dazu erfahren möchte schaut sich im Internet um – es lohnt sich – genauso wie ein Reise in die katalonische Metropole.

Südafrika/ Botswana Mashatu Game Reserve August 2019

Nach 49 Jahren hat es mich mal wieder nach Südafrika gezogen. Damals war ich noch ein Jugendlicher und mit Eltern und Bruder dort, lebte in Namibia -was wir bereits 2015/2017 bereist hatten-  in dem kleinen Ort Karibib für 3,5 Jahre, weil mein Vater dort an einer deutschen Privatschule unterrichtet hatte. Jetzt war ich mit meiner Frau in diesem wunderbaren südlichen Afrika und mit ganz anderen Blickwinkeln für Fotografie, Natur, insbesondere Tierwelt, Kultur und für entspanntes Reisen.

Zunächst flogen wir 11 Stunden nach Johannesburg. Wir bleiben aber nur im Flughafen, um 90 Minuten später weitere 45 Minuten nach Richards Bay am Indischen Ocean zu fliegen. Dort stand schon unser Mietwagen parat mit dem es alsbald weiter ins nur 30km entfernte und touristisch ausgelegte Santa Lucia ging. Hier blieben wir 3 Nächte im älteren, dafür sehr persönlichen Whalesong Guesthouse. Auf eigene Faust wurden in den folgenden Tagen der iSimangaliso- und Mfolozi – Parc besucht, wo wir schon einmal das volle Afrikafeeling beschert bekamen. Neben atemberaubenden Landschaften und dem schönen Indischen Ocean, waren es Grünmeerkatzen, Warzenschweine, Kudus, Gnus, Impalas, Zebras und vor allen Dingen Breitmaul-Nashörner die nicht nur die Augen, sondern auch die Kameralinsen erfreuten.

Weiter ging es in das sich an den Krüger-National-Park anschließende Klaserie -Private-Nature-Reserve mit einer überragenden Lodge, tollen Gamesafaris mit Löwensichtungen und direktem Flusspferd- und Giraffenbesuch auf dem Lodgegelände.  Zwei Nächte waren eigentlich zu kurz, aber der Zeitplan ließ nichts anderes zu und so ging die Reise weiter ins Swaziland (Königreich eSwatini), einem Staat innerhalb Südafrikas mit einer atemberaubenden Bergwelt und aufregenden Bergpässen, zB vom Dorf Piggs Peak auf den höchsten Berg Emlembe. Unbedingt aussteigen und die unglaubliche Landschaft fotografieren oder auch genießen!! In diesem schönen, aber größtenteils armen Land haben wir leider nur eine Nacht in der mehr als 100 Jahre alten Reillys Hiltop Lodge auf einer Bergkuppe gewohnt. Sie ist aus Steinen errichtet und der Erbauer hat ‘seinen Schatz’ dem Naturschutz verschrieben. Die Lodge ist nicht nur deswegen absolut empfehlenswert. Allerdings sollten schon mindestens zwei Nächte eingeplant werden. Pflanzen und vor allen Dingen viele Vögel fühlen sich dort wegen der dichten Vegetation und der Nahrungsvielfalt angelockt. Im angrenzenden, durch einen Flächenbrand geschädigten, Mlilwane – Game – Reserve mit abenteuerlichen Fahrwegen leben Krokodile und anderes Wild. Der Parc kann auch zu Fuß oder mit dem Rad erkundet werden. Klein, aber fein – so empfanden wir es dort und die verbrannte Natur fand sichtbar ihre Wege sich wieder zu renaturalisieren. Schade nur, dass der Swaziland-König im absoluten Luxus mit Privatjet schwimmt, während sein Volk eher am Hungertuch nagt.

Wir verließen eSwatini über einige Pässe und gelangten nach einigen Stunden über das Malelane – Gate und den Olifantsriver in den weltbekannte Kruger-National-Parc, 330km lang und mehr als 60km breit. Mit gemischten Gefühlen waren wir dorthin gereist, weil in Südafrika Ferienzeit war und mit viel Betrieb gerechnet werden musste. Aber es hielt sich wirklich in Grenzen und wir haben nur im südlichen Teil des ‘Kruger’ große Teile der großen afrikanischen Tierwelt beobachten können. Die Big-Five Wunschliste -insbesondere die Sichtung von 11 Junglöwen- wurde erfreulicherweise mehr als erfüllt und darüber hinaus bekamen wir sogar eine seltene Zibet – Katze zu Gesicht. Ein tolles Erlebnis. Fünf Nächte hatten wir im Lower Sabie-, Satara- und Olifants -Camp verbracht, die von den Unterkünften überzeugten, die beiden letztgenannten gastronomisch aber eher bescheiden waren. Das hatte damit zu tun, dass die Gastro-Betreiber und Servicekräfte ehemalige Staatsbedienstete waren und als solche in den nunmehr privaten Betrieben wie gewohnt weiterarbeiten. Freundlichkeit und Service ließen zu wünschen übrig, das Essen war definitiv Tiefkühlkost und wenig liebevoll hergerichtet. Aber die Touristen kommen trotzdem, ob gut oder schlecht. Dafür waren auch die Preise für uns Europäer sehr angenehm. Bei einem Umtauschkurs von 1:17 konnten wir für 20€ viel bekommen – inclusive Getränke.  Die Erlebnisse im Parc waren außerdem so überragend, dass die Versorgung eher als nebensächlich zu betrachten war. Wenn erst einmal das große ‘Great Limpopo Transfrontiere Parc’ Projekt (KNP, Mozambique, Simbabwe und Botswana) umgesetzt wird, dann ist es kein Problem allein in dieser Parcarea 3 Wochen zu verbringen.

Vom Kruger-National-Parc führte uns die Reise für 1,5 Tage in den beeindruckenden Blyde River Canyon, den wir bei einer mehrstündigen Wanderung im Bereich der Three Rondevals Berge näher erkundet hatten, weiter nach Botswana in das Mashatu Privat Game Reserve. Mashatu ist von Südafrika nur über den Grenzübergang Pont Drift zu erreichen. Das Reserve konnte nur mit Guides -in unserem Fall Jake’s und Comando (Künstlernamen)- befahren werden. Das Auto hatten wir im Grenzbereich stehen lassen müssen. Schon die Anfahrt zur Mashatu Tent Lodge war ein Highlight. Grobe Gravelroads, Trockenflussdurchquerungen mit einem offenen Toyota 4×4 und  erste Wildsichtungen begleiteten uns die 23 km und eineinhalb stündige Anfahrt zum Camp. Es war schon dekadenter Luxus der bei unserer Ankunft geboten wurde. Netter Empfang mit Zitronenwasser getränkten Tüchern zur ‘Gesichtsverschönerung ( 🙂 )’, hervorragende Einweisung -natürlich im besten englisch- in das Camp, seine Regeln und eine Begleitung zum in der Wildnis befindlichen Tent, was mit einer normalen Zelt nicht zu vergleichen war. Luxus nannten wir das, aber uns wurde mitgeteilt, dass es noch deutlich mehr Luxus gibt, natürlich mit den entsprechenden Preisen. €2000,- pro Nacht und Person werden mitunter verlangt, unser Camp war aber mit €690,- pro Zeltnacht nicht annähernd so teuer, allerdings wäre auch das für viele Menschen nicht mehr bezahlbar. Wir hatten für dieses Highlight ebenfalls gespart. Nach einem leckeren Mittagssnack ging es auch schon auf den ersten von insgesamt fünf Gamedrives, die alles, was wir uns an Tiererlebnisse erträumt hatten in den Schatten stellten. Elefanten, Leoparden, Geparden, Löwen, Hyänen und allerlei weiteres Wild hielt sich in diesem nicht umzäunten Park auf und wir hatten manchmal den Eindruck, dass die Tiere extra wegen uns gekommen waren. Das ist natürlich Unsinn, aber wir haben die hohen Kosten auch wegen der exklusiven Versorgung letztendlich nie bereut und sind nach 3,5 Tagen Aufenthalt völlig geflasht und schon fast traurig wieder Richtung Johannesburg abgereist. Unser Guide Jake’s hatte uns wieder zu unserem Fahrzeug gebracht, unterwegs sahen wir noch eine Gepardenfamilie mit Cubs, die Grenzkontrollen verliefen schnell und unaufgeregt freundlich.

Mit Zwischenübernachtungen in der Tzaneen Country Lodge (großes WOW) und der Leeuwenhof Country Lodge, deren einzige Gäste wir waren, erreichten wir die 14 Millionen-Metropole JoBurg. Hier verbrachten wir im tollen Haus meines Cousins Andreas mit Familie 3 Nächte. Sie wohnen in einem sogenannten Estate mit ca. 500 Häusern. Zutritt ist nur über entsprechende Sicherheitskontrollen an einem einzigen Gate möglich. JoBurg hat eine enorm hohe Kriminalitätsrate, so sind diese Vorkehrungen für wohlhabendere Menschen verständlich. Die moderne Welt hatte uns nun wieder und der problemlose Rückflug brachte uns zurück nach Frankfurt. Mit dem ICE ging es flott weiter nach Hannover, sodass wir relativ entspannt und einigermaßen ausgeruht wieder in Burgdorf eintrafen. The dream was over – welcome back in the reality !

Kanada 2018

Multikulturelle Weltmetropolen wie Toronto und Vancouver oder die etwas beschaulichere Hauptstadt Ottawa; ländliche Idylle um Cochrane, die Rocky Mountains mit ihren unglaublichen Bergen, Seen und Icefields, und das umwerfend schöne Vancouver Island mit seinen sympathischen Bewohnern ließen uns wirklich gut erholen. Die Bilder sprechen für sich: